Die Flucht – Teil 1

Seit Jahren folge ich dem aktuellen Zeitgeschehen hauptsächlich mittels news feeds. Da es mit klassischen Lesetools relativ umständlich ist, die Übersicht darüber zu behalten, was man schon gelesen hat und was nicht, verwende ich dafür Google Reader, ein äusserst benutzerfreundlicher, web-basierter Dienst, welcher Feeds verwaltet und anzeigt. Für jemanden wie mich, der seine Neuigkeiten abwechselnd auf verschiedensten PCs, Laptops und Mobiltelefonen (okok, nur auf einem Mobiltelefon) liest, ist das äusserst angenehm so.

Leider funktioniert der Reader jedoch mit einem Google Apps-Konto nur so halb. So können beispielsweise keine Sachen gesharet werden und die News von Freunden und Bekannten werden auch nicht angezeigt. Dazu kommt, dass man als halbwegs paranoider Internetbenutzer Informationen über seine Lesevorlieben und -gewohnheiten eh nicht unbedingt bei einer notorischen Datenkrake aufbewahren will.

So war ich natürlich sofort interessiert, als mich Ganto gestern Abend auf Tiny Tiny RSS aufmerksam machte, einen freien, web-basierten Newsreader den man selber hosten kann.

Nach ein wenig basteln und herumkonfigurieren scheint das jetzt zu funktionieren und ich bin bisher recht zufrieden. Von der Benutzbarkeit her ähnlich gut wie der Google Reader, bietet das UI jedoch einiges mehr an Konfigurationsmöglichkeiten und es gibt sogar ein Android-App dazu.

Und sollte doch mal etwas nicht funktionieren, so steht die ganze Geschichte natürlich unter der GPL, sprich der interessierte Bastler kann sich selber am Quelltext vergreifen, statt auf höhere Mächte zu hoffen.

Der bereits erwähnte interessierte Bastler nimmt diese Gelegenheit darum zum Anlass, auch für die anderen Google-Dienste, die er regelmässig verwendet, nach Alternativen Ausschau zu halten und wird ggf. die Leserschaft informieren.

Und nein, bing & Konsorte zählen nicht.